Ein Dienstag im Februar oder #WMDEDGT

Tage die ineinander schwimmen wie das bisschen Farbe, dass das Mädchen mit Unmengen von Wasser auf dem Papier verteilt. Die Farben ähneln einander, kommen einzeln nicht zur Geltung. So wie diese Tage sich ähneln. Sie werden in der Erinnerung ineinander fließen wie auf diesen Bildern.

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Wie ich ein einziges Mal in Indien Stiefel trug

Silvesterabend. Es ist kalt hier, kälter als es in den letzten drei Wintern, die wir schon in Indien sind, je war. Mein Kleiderschrank ist gar nicht darauf vorbereitet, eine einzige Kapuzenjacke habe ich hier, die trage ich tagaus tagein.

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Der menstruierende Baum oder mit der Spirale hat das nichts zu tun.

In Ahmedadabad gibt es einen Baum der menstruiert. Wie ich. Aber erst wieder seit kurzem. Lange habe ich nicht geblutet. Erst die Schwangerschaft, dann die Stillzeit. Dann eine Hormonspirale.

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Die berühmteste Dichterin, die es niemals gab

Da ist sie. Ich hatte sie nicht kommen hören, denn ich war schon einige Stunden hier, im Garten des Cafes, in meine Arbeiten vertieft. Sie hatte angekündigt, dass sie zu spät sein würde, aber jetzt ist sie doch da und pünktlich. S., blond, helläugig, aus Sibirien.

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Jona, der Walfisch, die A. und ich

Ich fühle mich wie Jona im Walfischbauch, sage ich zu A.

Dein Kind wird’s dir danken, antwortet sie.

Verzerrt ist ihr Gesicht auf dem kleinen smartphone-Bildschirm. Manchmal verstehe ich das erste Drittel des Satzes nicht, weil die Verbindung stockt. Dann wieder fehlt mir ein Stück mittendrin, weil das Mädchen mir ins Ohr kräht. Oder aber es fehlt der Schluss, weil ich ungeduldig bin und sie unterbreche.

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Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch

Dass ich Ende August in Avignon war, habe ich schon erwähnt. Ich war für eine Konferenz dort, mit Mann und Kind und irgendwie auch mit Simone de Beauvoir und es war wunderbar. Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch weiterlesen