An manchen Tagen baut sich die Hitze auf wie eine steile Wand, senkrecht zunächst, aber im Laufe des Tages kippt sie und droht irgendwann alles unter ihr zu begraben. Komm, sagt die Nachbarin, wir laufen zum See, vielleicht ist es da ein wenig besser. Am See werfen die Kinder Stöcke ins Wasser, wir sitzen am Ufer, blicken auf den sinkenden Wasserstand und den Müll und reden. 

Erinnerst du dich an Sher, sagt die Nachbarin. Ich nicke. Sher sieht man jeden Abend lange lange mit seinem Fahrrad Kreise über den Campus ziehen.

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Heute vor 22 Jahren wurdest du beerdigt. Nun bist du schon länger tot, als du gelebt hast. Und der Tag, an dem dein Körper in die Erde zurückkehrte, steht mir heute seltsam deutlich vor Augen. Ich erinnere nicht alles, nur einzelne Bilder sind es, die abbrechen und an die sich übergangslos das nächste Bild fügt. Bruch nach Bruch.  

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durchs Winterdunkel segeln

November, Dezember. Die Monate verschwimmen ineinander, die Laternen haben sich in den Dezember geschlichen und der aufgeregte Dezember mit all seine Köstlichkeiten und kleinen Ritualen in den November. Es muss an der Pandemie liegen, woran auch sonst. Nie zuvor habe ich schon im November Weihnachtskekse gebacken und so viele Lebkuchen gegessen wie dieses Jahr. 

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