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Notizen aus dem Alltag Notizen einer Mutter Notizen zu Frauen

It will be for something good. Der Abschied beginnt.

Die ganze Zeit denke ich an dich, sagt die Nachbarin und sieht mich traurig an.

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Gelesen, gehört, gesehen und notiert Notizen zu Frauen

Die Welt in die Arme schließen. Mary Oliver

Sich mit dem Staunen vermählen. Die Welt in die Arme schließen. Mary Oliver, von der diese Zeilen stammen, ist vor einigen Tagen gestorben. Ich teile meine erste Begegnung mit ihr und mein liebstes Gedicht:

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Notizen aus dem Alltag Notizen zu Frauen

Wie ich ein einziges Mal in Indien Stiefel trug

Silvesterabend. Es ist kalt hier, kälter als es in den letzten drei Wintern, die wir schon in Indien sind, je war. Mein Kleiderschrank ist gar nicht darauf vorbereitet, eine einzige Kapuzenjacke habe ich hier, die trage ich tagaus tagein.

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Notizen aus dem Alltag Notizen zu Frauen

Glück ist ein Apfelkuchen

Apfelkuchen macht glücklich. Vor allem badischer Apfelkuchen in Indien.

Komm, mein Mädchen, sage ich am Nachmittag, wir bringen den Nachbarn Apfelkuchen.

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Notizen zu Frauen

Der menstruierende Baum oder mit der Spirale hat das nichts zu tun.

In Ahmedadabad gibt es einen Baum der menstruiert. Wie ich. Aber erst wieder seit kurzem. Lange habe ich nicht geblutet. Erst die Schwangerschaft, dann die Stillzeit. Dann eine Hormonspirale.

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Gelesen, gehört, gesehen und notiert Notizen zu Frauen

Indien, jetzt. Ein Kurzfilm, ein Podcast, eine Ausstellung und eine Serie.

Sag mal, ist das wirklich so bei euch, fragte mich meine Nachbarin neulich. Sie hatte eine amerikanische Serie auf Netflix gesehen in der es, in ihren Worten nur darum ging, wie der und der mich findet und was der und der wohl über mich denkt und was der und der gesagt hat und was ich nun alles denke über das was er gesagt hat. Sind so bei euch Beziehungen? Ist so bei euch Liebe?, fragte sie mich. 

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Notizen einer Mutter Notizen über Arbeit Notizen zu Frauen

Die berühmteste Dichterin, die es niemals gab

Da ist sie. Ich hatte sie nicht kommen hören, denn ich war schon einige Stunden hier, im Garten des Cafes, in meine Arbeiten vertieft. Sie hatte angekündigt, dass sie zu spät sein würde, aber jetzt ist sie doch da und pünktlich. S., blond, helläugig, aus Sibirien.

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Notizen einer Mutter Notizen zu Frauen

Jona, der Walfisch, die A. und ich

Ich fühle mich wie Jona im Walfischbauch, sage ich zu A.

Dein Kind wird’s dir danken, antwortet sie.

Verzerrt ist ihr Gesicht auf dem kleinen smartphone-Bildschirm. Manchmal verstehe ich das erste Drittel des Satzes nicht, weil die Verbindung stockt. Dann wieder fehlt mir ein Stück mittendrin, weil das Mädchen mir ins Ohr kräht. Oder aber es fehlt der Schluss, weil ich ungeduldig bin und sie unterbreche.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen zu Frauen

Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch

Dass ich Ende August in Avignon war, habe ich schon erwähnt. Ich war für eine Konferenz dort, mit Mann und Kind und irgendwie auch mit Simone de Beauvoir und es war wunderbar.

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Notizen aus dem Alltag Notizen zu Frauen

Im Haus

Sie sind immer im Haus, sagt die Frau, die neben mir im Flugzeug sitzt und ihr Baby stillt. Sie stammt aus Indien und hat gerade ihre Cousinen in Punjab besucht, lebt aber selbst in Deutschland. Ist doch komisch, fährt sie fort. Die Männer gehen aus, bis spät abends manchmal. Ihre Frauen wissen nicht wohin sie gehen oder wann sie zurückkommen. Sie sind traurig darüber, aber sie sagen: das ist mein Leben. Sie sehen keine Möglichkeit, das zu ändern. Ich bin froh, dass ich in Deutschland lebe, sagt die Frau.