Ein Dienstag im Februar oder #WMDEDGT

Tage die ineinander schwimmen wie das bisschen Farbe, dass das Mädchen mit Unmengen von Wasser auf dem Papier verteilt. Die Farben ähneln einander, kommen einzeln nicht zur Geltung. So wie diese Tage sich ähneln. Sie werden in der Erinnerung ineinander fließen wie auf diesen Bildern.

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tribe life ist schöner als Kita.

Nach vier Wochen tribe life will das Mädchen nicht mehr in die Kita. Ich kann sie verstehen. Natürlich ist es noch ein bisschen schöner, mit den Nachbarskindern frei durch den Tag zu streifen, in diesem Haus ein Chapati zu bekommen und in jenem ein bisschen Pasta, die Erwachsenen um sich zu haben und doch für sich zu sein. Keine von außen auferlegten Strukturen, niemand, der ein Spiel unterbricht. So haben wir die letzten Wochen verbracht und so könnte es ewig weitergehen.

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Am liebsten zusammen, am liebsten allein

Heute Kaffee? Frage ich? Ja, sagt S. Mit etwas Milch und Zucker. Ich mache den Kaffee und stelle ihn auf ein Tablett. Ein paar Brötchen, Butter, Marmelade. S. Hat eine Matte ausgelegt, auf dem kleinen Platz vor ihrem Haus.

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Schlaf ist Seligkeit oder dem Baby beim Schlafen zusehen

Es gibt viele Dinge, von denen man nichts weiß, bevor man Eltern wird. Von den schlaflosen Nächten und anstrengenden Autonomiephasen hört man. Von der wenigen Zeit, die für einen selbst bleibt. Von der Erschöpfung. Natürlich hört man auch, dass es schön ist Kinder zu haben, und dass es glücklich macht. Aber von den vielen kleinen Glückseligkeiten, die die Tage junger Eltern vergolden weiß man doch nichts.

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In Indien stören Kinder nicht.

Was hier in Indien in meiner Erfahrung wirklich toll ist: Kinder stören nicht. Sie dürfen dabei sein. Und nicht nur das: alle sind um ihr Wohlbefinden besorgt, fühlen sich mit verantwortlich. Ein Kind hier ist das Kind aller, es ist im Schoß des Kollektivs geborgen. Mit allem was das an Vorteilen und Begrenzungen mit sich bringt. Ob im Kino, beim Konzert, im Restaurant, im Tempel: Kinder sind Kinder. Immer werden sie freudig begrüßt.

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Müde. Eine Begegnung.

Müde. Immer wieder mal war ich unfassbar müde die letzten Monate. Ich schlief immer wieder schlecht. Ich wachte auf, wenn sich mein Töchterchen beschwerte, dass sie nachts keine Milch mehr bekam, wenn sie unruhige Träume hatte, wenn sie sich drehte, wand und wendete. Oder auch wenn meine Gedanken sich drehen und winden und wenden oder auch weil ich am Vortag zu viel Kaffee getrunken habe, weil ich zu müde war.

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Die berühmteste Dichterin, die es niemals gab

Da ist sie. Ich hatte sie nicht kommen hören, denn ich war schon einige Stunden hier, im Garten des Cafes, in meine Arbeiten vertieft. Sie hatte angekündigt, dass sie zu spät sein würde, aber jetzt ist sie doch da und pünktlich. S., blond, helläugig, aus Sibirien.

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