Annabelle. Eine weitere Begegnung in Auroville

Annabelle, sagt sie, ich heiße Annabelle. Deutsch spricht sie mit mir, tamilisch mit der Frau im Sari, die das Heu für ihre Pferde bringt. Französisch mit dem kleinen Jungen, der gleich auf einem ihrer Pferde reiten wird.

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Ein weiterer Tag in Auroville. Auf einen Kaffee mit J.

Kaffee trinken beim Dreamers Cafe. Vermutlich ist es nach dem „Dream“ benannt, dem Text, der beschreibt, was Auroville ist oder sein könnte: Ein Ort, an dem Menschen in Verbundenheit miteinander leben, unabhängig von Herkunft, Nation oder Religion. Ein Ort für gelebte Utopie.

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In Indien stören Kinder nicht.

Was hier in Indien in meiner Erfahrung wirklich toll ist: Kinder stören nicht. Sie dürfen dabei sein. Und nicht nur das: alle sind um ihr Wohlbefinden besorgt, fühlen sich mit verantwortlich. Ein Kind hier ist das Kind aller, es ist im Schoß des Kollektivs geborgen. Mit allem was das an Vorteilen und Begrenzungen mit sich bringt. Ob im Kino, beim Konzert, im Restaurant, im Tempel: Kinder sind Kinder. Immer werden sie freudig begrüßt.

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Die berühmteste Dichterin, die es niemals gab

Da ist sie. Ich hatte sie nicht kommen hören, denn ich war schon einige Stunden hier, im Garten des Cafes, in meine Arbeiten vertieft. Sie hatte angekündigt, dass sie zu spät sein würde, aber jetzt ist sie doch da und pünktlich. S., blond, helläugig, aus Sibirien.

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Ein Wochenende in Bildern / Frankreich 2.-3. September

“…und dann und wann ein weißer Elefant…”. An Rilke denke ich, während ich mit dem Mädchen Runde um um Runde auf dem Karussell drehe, das aber nicht in Paris steht, sondern in Avignon, wo unser Europaaufenthalt in diesem Jahr endet. Ein Wochenende in Bildern / Frankreich 2.-3. September weiterlesen

Die Schweinezüchterin oder wie man Geister versöhnt und die Welt verbessert

Es regnet, wir stehen in der Küche und kochen Hühnchen mit Cashewnüssen. Wir haben Besuch aus Afrika. Die Schweinezüchterin ist da.

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Wie die Straßenkehrerin lebt

Das rhythmische Schleifen des Besens gehört zu den typischsten Geräuschen meines Alltags hier in Indien und ich höre es auch jetzt während ich dies schreibe. Jeden Tag werden die Straßen gefegt, jeden Tag aufs Neue. Mit kurzen Reisigbündeln, in gebückter und doch erstaunlich gerader Haltung. Good morning Madam, Good morning Sir hat uns eine der Straßenkehrerinnen, eine zierliche Inderin in einem einfachen Arbeitssari und einigen Armreifen am Handgelenk jeden Morgen fröhlich zugerufen. Ihr freundliches Grüßen fiel uns auf, ebenso wie der monotone Charakter ihrer Arbeit: Wie die Straßenkehrerin lebt weiterlesen

Als kleines Mädchen wollte ich Bangles verkaufen

Oh, sie sind so schön, die Bangles deiner kleinen Tochter. Weisst Du, ich liebe Bangles und habe so so viele davon zuhause. Als ich ein kleines Mädchen war, wollte ich Bangles verkaufen. In dem Dorf, in dem ich aufwuchs, gab es eine Straße mit lauter kleinen Ständen voller Armreifen. Da sah ich mich stehen mit einem eigenen Stand voller glitzernder Armreifen in allen Farben.

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Die Weberin

Hände, Füße, Kopf und Augen – alles muss zusammenarbeiten, sagt die alte Frau mit ihren strahlend weißen Zähnen. Wir stehen in ihrem Haus, einem einfachen kleinen hellblauen Holz mit einem großen Raum. In der einen Ecke steht der Webstuhl, in der anderen zwei einfache Betten. Auch die winzige Küche befindet sich in diesem Raum, Krüge und Schüsseln aus Edelstahl und ein Gaskocher mit zwei Kochstellen. Der Boden ist aus blankem Stein. In einer Ecke steht ein Korb mit Knoblauchknollen. Es ist ein bescheidenes Häuschen, aber es ist sauber gefegt und auf eine schlichte Weise schön.

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