Herbst-zeit-los. Eine letzte Notiz aus dem Dazwischen.

Es ist Herbst. Der erste Herbst nach vier Jahren, und ich versuche dem Mädchen, das nur Monsun, Hitze und Trockenheit kennt, die Jahreszeiten in Europa zu erklären. Ich rede von Blättern und Laternen, Kastanien und Äpfeln, kalten Regentagen und heißem Kakao, während ich Kisten öffne, und Spielzeug heraushole, Spielzeug, das das Mädchen in den drei Monaten, die wir jetzt hier sind, schon vergessen hat, jetzt aber mit großen Augen ansieht.

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Mein Ich ist ein Tintenfisch

Lange, seit Wochen schon, sind wir da und irgendwie sind wir es nicht. Wir brauchen Stunden, um aus dem Haus zu kommen, Croissants zu holen, einkaufen zu gehen. Wir sind verwirrt, wir wissen nicht wirklich was wir wollen, was wichtig ist und als erstes zu tun ist von der langen langen Liste.

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Warum wir gegangen sind. Notizen aus dem Dazwischen IV.

Seit gut einem Monat in Freiburg. Die Schwarzwaldspitzen sehen, die wie eine grüne zackige Girlande jeden meiner Tage hier verzieren. Zurückblicken auf das Leben am Rande einer indischen Megacity.

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Zurück. Notizen aus dem Dazwischen III

Eine Blaumeise im Mandelbaum. Ja, der Mandelbaum ist wieder da. Auch die Weinrebe, die sich die Treppe entlanghangelt, diese Treppe, die in den Garten führt. Auch der Apfelbaum ist da, mit noch winzig kleinen Äpfeln. 

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Ein Kuckuck für die Nachbarin. Der Abschied ist da.

Der Mond hängt blaß am blaßblauen Himmel, als wir zum Flughafen fahren. Als habe die Nachbarin ihn in den Himmel gestreut, mit dem Salz, dass ich ihr noch wenige Minuten vor Abfahrt lieh, mit ihren Abschiedstränen zu einer milchigen Lake gelöst.

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Über die Dinge. Notizen aus dem Dazwischen II.

Es geht los. Die Packerei und die Verwirrung. Heute schon meine alte Telefonnummer aufgesagt, die es schon über ein halbes Jahr nicht mehr gibt. Hinter dem Esstisch stapeln sich jetzt Kartons. Auf meinem Schreibtisch haufenweise Dokumente von der Umzugsfirma.

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Notizen aus dem Dazwischen

Noch 32 Tage. Jetzt zähle ich sie doch. Den Übergang feiern wie ein monatelanges Fest. So wie jetzt, zu Ramzan, die Musliminnen und Muslime der Stadt jeden Abend feiern, so feiere ich jeden Tag dieses Dazwischen. Denn jetzt beginnt der Übergang. Genau genommen gestern. Er dauert 66 Tage, habe ich beschlossen. Erst zähle ich von 33 runter, dann wieder rauf.

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