Herbst-zeit-los. Eine letzte Notiz aus dem Dazwischen.

Es ist Herbst. Der erste Herbst nach vier Jahren, und ich versuche dem Mädchen, das nur Monsun, Hitze und Trockenheit kennt, die Jahreszeiten in Europa zu erklären. Ich rede von Blättern und Laternen, Kastanien und Äpfeln, kalten Regentagen und heißem Kakao, während ich Kisten öffne, und Spielzeug heraushole, Spielzeug, das das Mädchen in den drei Monaten, die wir jetzt hier sind, schon vergessen hat, jetzt aber mit großen Augen ansieht.

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Orte, die die Welt braucht. Ein Kindergarten in Auroville

Indien ist mir auch nach Jahren in vielerlei Hinsicht immer noch fremd – und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Dennoch habe ich auch hier Orte gefunden, an denen ich ganz und gar ankommen kann. Die ein Gefühl von Vertrautheit wecken, von Zuhausesein. Der kleine Kindergarten in Auroville ist einer davon.

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Ein Tag im März in Auroville oder #WMDEDGT

Im Morgengrauen aufwachen. Die Luft ist ein wenig klamm im Zimmer unseres Gästehauses, denn das Klima ist feucht-heiß hier. Laute Tempelmusik aus billigen Lautsprechern. Im Dorf nebenan ist ein Tempel und in diesen Tagen wird irgendwas besonderes gefeiert da. Indien ist kein leises Land. Aber in vier Jahren haben wir uns daran gewöhnt.

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tribe life ist schöner als Kita.

Nach vier Wochen tribe life will das Mädchen nicht mehr in die Kita. Ich kann sie verstehen. Natürlich ist es noch ein bisschen schöner, mit den Nachbarskindern frei durch den Tag zu streifen, in diesem Haus ein Chapati zu bekommen und in jenem ein bisschen Pasta, die Erwachsenen um sich zu haben und doch für sich zu sein. Keine von außen auferlegten Strukturen, niemand, der ein Spiel unterbricht. So haben wir die letzten Wochen verbracht und so könnte es ewig weitergehen.

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