Frauen in der Fremde. Ich wünsche mir, dass Ihr erzählt.

Ich ziehe nach New Jersey! Die Frau hinter dem Schreibtisch schaut mich mit weit aufgerissenen Augen an. Die Aufregung steht ihr ins Gesicht geschrieben. Oh wie aufregend, sage ich.

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Die Frau, die ich einst war. Aus dem silbernen Notizbuch.

Die Frau, die ich einmal war gibt es nicht mehr. Beinahe mein gesamtes früheres Dasein ist verschwunden, wie der Kampfer, der während eines hinduistischen Gebets rückstandslos verbrennt.

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Schwarzer Staub

Manchmal sind die Hände meines Babys schwarz, wenn es vom Spielen kommt. Bäume, Wege, Bänke, Spielgeräte: An allem klebt der schwarze Staub. Schwarzer Staub, der sich auf jedes Blatt legt, auf jeden Ast, auf jeden Stein und jede Blüte. Auch wenn ich ihn nicht sehe, den schwarzen Staub, so ist er in der Luft, mal mehr, mal weniger. Manchmal schon morgens. Dann ist das Licht, der Himmel, die Bäume so seltsam grau.

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Ein Wochenende in Bildern / Indien 19.-20. Mai

Möchtest du den Mond sehen, frage ich das Mädchen. Es nickt und legt das Buch zur Seite, aus dem wir eben noch Lieder sangen über den Mond. Wir schlüpfen in die Sandalen und dann nach draußen, in die heiße Nacht. Es sind die heißesten Tage und Nächte des Jahres. Der Mond hängt schmal und hungrig zwischen den Bäumen. Es ist Ramadan und während nach Sonnenuntergang alle feiern und essen tut der Mond seinen Dienst.

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Aus dem silbernen Notizbuch. Warum ich schreibe.

Ich führe Notizbücher: ein schwarzes, ein rotes, ein graues, ein braunes. Und manchmal auch ein silbernes. Dieses silberne Notizbuch fügt alles zusammen. Es ist inspiriert von Doris Lessings Goldenem Notizbuch. Das ist ein Roman und der handelt von einer Frau, die Notizbücher führt. Viele verschiedene Notizbücher führt sie. Und ganz zum Schluss des Romans eines, das golden ist.

Mein silbernes Notizbuch ist ein bisschen anders als die anderen Notizbücher. Ein bisschen essenzieller und näher am Kern. Es ist silbern wie der Mond, silbern wie das Segelschiff, von dem ich einst träumte, silbern wie die Kette meiner Mutter, die ich an meiner Hochzeit trug.

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Alles beginnt jetzt. Alles beginnt woanders.

Dieser Blog hat eine Weile darauf gewartet, geboren zu werden. Aber erst einmal musste meine Tochter geboren werden. Und ich als Mutter. Und wir als Familie. Alte Arbeiten mussten abgeschlossen werden. Und überhaupt mussten wir uns erst einmal zurechtfinden in dieser neuen Konstellation, hier in der Fremde, in Indien, zu dritt.

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