Ein Regentag oder 12 von 12 im Juli

Ein Regentag! Es regnet, es regnet, es regnet immerzu…singen wir mit den Kindern vom Kleistpark. Schon die ganze Nacht hat es geregnet und es regnet auch den größten Teil des Tages. Ein so anhaltender Niederschlag ist auch während des Monsuns eher selten. Ich finde das richtig gemütlich, wahrscheinlich weil es mich an das mitteleuropäische Klima erinnert. Ein Regentag oder 12 von 12 im Juli weiterlesen

Wie die Straßenkehrerin lebt

Das rhythmische Schleifen des Besens gehört zu den typischsten Geräuschen meines Alltags hier in Indien und ich höre es auch jetzt während ich dies schreibe. Jeden Tag werden die Straßen gefegt, jeden Tag aufs Neue. Mit kurzen Reisigbündeln, in gebückter und doch erstaunlich gerader Haltung. Good morning Madam, Good morning Sir hat uns eine der Straßenkehrerinnen, eine zierliche Inderin in einem einfachen Arbeitssari und einigen Armreifen am Handgelenk jeden Morgen fröhlich zugerufen. Ihr freundliches Grüßen fiel uns auf, ebenso wie der monotone Charakter ihrer Arbeit: Wie die Straßenkehrerin lebt weiterlesen

Ein Wochenende in Bildern / Indien 30. Juni-1. Juli

An einem Samstag viel zu früh aufwachen. Die Stimmung vom Freitag nachklingen lassen, die Geburtstagsfreude und die Freude zu tanzen, zwei fast ungestörte Tandas lang.  Über Junigerüche lesen, in Irland, Berlin und anders in Indien. Leguane und Pelikane finden und über zugewachsene Wege radeln, kreuz und quer über den Campus und wieder zurück. Kuchenreste essen. Mittags lange schlafen.  Ein Wochenende in Bildern / Indien 30. Juni-1. Juli weiterlesen

Übers Wünschen, Feiern und die Liebe

Geburtstag! Es ist Dein Geburtstag Liebster, der vierte in Indien und heute ist so vieles da, was vor drei Jahren noch nicht da war, als wir den ersten Geburtstag hier feierten: ein Haus, ein Kind, ein Alltag in der Fremde. Übers Wünschen, Feiern und die Liebe weiterlesen

Mein indischer Zahnarzt

„I’ve had the time of my life“ dröhnt in einer Instrumentalversion aus einem unsichtbaren Lautsprecher und mir weht ein kalter Wind aus der Klimaanlage entgegen. Ich sitze auf einem Zahnarztstuhl, habe eine blaue Papierserviette um, deren lange Bändel der männliche Zahnarzthelfer in meinem Nacken zu einer Schleife gebunden hat und warte auf Dr. Ajay.

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Ein Wochenende in Bildern / Indien, 23.-24. Juni

Warum, frage ich mich, warum heißt dieses Café Autumn Leaf Café, wo es doch in Indien keinen Herbst gibt und keine im Herbst fallenden Blätter, sondern kuriose immergrüne Bäume mit seltsamen Früchten und schrillen Blüten. Aber dann vergesse ich die Frage schnell, denn es spielt keine Rolle.

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Das Dorf, das es braucht….

Dass es ein Dorf braucht um ein Kind zu erziehen, ist ein geflügeltes Wort geworden. Meistens jammern wir, weil uns das Dorf fehlt. Und auch ich bin manchmal einsam und wünsche mir mehr Dorf. Aber es gibt auch schon etwas Dorf, auch für uns hier in der Fremde, und ich habe einmal aufgeschrieben, wer dazuhört:

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Die muslimische Seele meiner Stadt

Where are you, sagt mein Freund, nennen wir ihn Ali. Er könnte auch Khan heißen, es spielt keine Rolle, ein Name jedenfalls, an dem man die muslimische Herkunft mühelos erkennen kann. I have no idea, sage ich, aber sie lassen uns nicht durch. Die Polizei lässt nur Muslime passieren.

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Ein Wochenende in Bildern / Indien 16.-17. Juni

Es ist Eid und ich trage Shalwar Kameez: Weite lange Hose, hüftlanges Hemd und ein langer Schal. Das rote lange Tuch hülle ich mir locker um den Kopf an diesem Tag, denn es geht in den muslimischen Teil von Hyderabad. Auf dem Weg schon in den alten Stadtkern spüren wir die besondere Atmosphäre: Heute ist das Ende von Ramadan und wir fahren wie Tausende von Muslimen zur großen Moschee.

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