Weiß war dein Tod

Als ich heiratete, blühte der Mandelbaum. Am Abend vor der Hochzeit zog ich den Ring aus, den ich bis dahin trug. Dieser Ring, ein schlichter, schmuckloser Silberring, den du mir geschenkt hattest, ist seit diesem Abend verschwunden. Auch Monate später, als ich die Wohnung ausräumte, kurz vor der Ausreise nach Indien, konnte ich ihn nicht mehr finden.

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Wie ich an Weihnachten einmal allein war

Dieser Text ist für meine Freundin H., die dieses Jahr Weihnachten allein feiert an dem selben Ort, an dem ich vor einigen Jahren die Weihnachtstage verbrachte. Mögest Du, liebe H. eine stille und reiche dunkelhelle Zeit verbringen. Mögen alle, die Weihnachten allein sind, sich verbunden fühlen, mit sich selbst, mit dem Licht, mit dieser Welt, in der wir alle leben.

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Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch

Dass ich Ende August in Avignon war, habe ich schon erwähnt. Ich war für eine Konferenz dort, mit Mann und Kind und irgendwie auch mit Simone de Beauvoir und es war wunderbar. Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch weiterlesen

Übers Wünschen, Feiern und die Liebe

Geburtstag! Es ist Dein Geburtstag Liebster, der vierte in Indien und heute ist so vieles da, was vor drei Jahren noch nicht da war, als wir den ersten Geburtstag hier feierten: ein Haus, ein Kind, ein Alltag in der Fremde. Übers Wünschen, Feiern und die Liebe weiterlesen

Die Frau, die ich einst war. Aus dem silbernen Notizbuch.

Die Frau, die ich einmal war gibt es nicht mehr. Beinahe mein gesamtes früheres Dasein ist verschwunden, wie der Kampfer, der während eines hinduistischen Gebets rückstandslos verbrennt.

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Aus dem silbernen Notizbuch. Warum ich schreibe.

Ich führe Notizbücher: ein schwarzes, ein rotes, ein graues, ein braunes. Und manchmal auch ein silbernes. Dieses silberne Notizbuch fügt alles zusammen. Es ist inspiriert von Doris Lessings Goldenem Notizbuch. Das ist ein Roman und der handelt von einer Frau, die Notizbücher führt. Viele verschiedene Notizbücher führt sie. Und ganz zum Schluss des Romans eines, das golden ist.

Mein silbernes Notizbuch ist ein bisschen anders als die anderen Notizbücher. Ein bisschen essenzieller und näher am Kern. Es ist silbern wie der Mond, silbern wie das Segelschiff, von dem ich einst träumte, silbern wie die Kette meiner Mutter, die ich an meiner Hochzeit trug.

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