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aus dem silbernen Notizbuch
Wir dachten uns ein Lächeln aus.

Smögen. Smögen hat in unsere Gesichter ein Lächeln gezaubert, dass es nie zuvor und nie mehr später gab. Vielleicht sind das unsere glücklichsten Tage gewesen. Kein leichtes Glück, aber ein tiefes.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen aus dem Dazwischen
Mein Ich ist ein Tintenfisch

Lange, seit Wochen schon, sind wir da und irgendwie sind wir es nicht. Wir brauchen Stunden, um aus dem Haus zu kommen, Croissants zu holen, einkaufen zu gehen. Wir sind verwirrt, wir wissen nicht wirklich was wir wollen, was wichtig ist und als erstes zu tun ist von der langen langen Liste.

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aus dem silbernen Notizbuch
Weiß war dein Tod

Als ich heiratete, blühte der Mandelbaum. Am Abend vor der Hochzeit zog ich den Ring aus, den ich bis dahin trug. Dieser Ring, ein schlichter, schmuckloser Silberring, den du mir geschenkt hattest, ist seit diesem Abend verschwunden. Auch Monate später, als ich die Wohnung ausräumte, kurz vor der Ausreise nach Indien, konnte ich ihn nicht mehr finden.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen aus dem Alltag
Wie ich an Weihnachten einmal allein war

Dieser Text ist für meine Freundin H., die dieses Jahr Weihnachten allein feiert an dem selben Ort, an dem ich vor einigen Jahren die Weihnachtstage verbrachte. Mögest Du, liebe H. eine stille und reiche dunkelhelle Zeit verbringen. Mögen alle, die Weihnachten allein sind, sich verbunden fühlen, mit sich selbst, mit dem Licht, mit dieser Welt, in der wir alle leben.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen einer Mutter
In die Stille fallen

Unser Abendritual ist zu einer guten Zeit zu dritt geworden. Und oft auch zu einem Moment der Stille. Obwohl es äußerlich nicht unbedingt immer still dabei zugeht.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen zu Frauen
Eine Postkarte an Simone de Beauvoir. Aus dem silbernen Notizbuch

Dass ich Ende August in Avignon war, habe ich schon erwähnt. Ich war für eine Konferenz dort, mit Mann und Kind und irgendwie auch mit Simone de Beauvoir und es war wunderbar.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen einer Mutter
Heimat. Ein Wiegenlied.

Letztes Jahr, im September. Wir sind ein Freiburg, ein paar Tage nur. Es ist Samstag und wir gehen auf den Markt. In Freiburg auf den Wochenmarkt zu gehen, ist ein Fest. Und jetzt, wo wir so weit weg leben, erst recht.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen aus dem Alltag
Übers Wünschen, Feiern und die Liebe

Geburtstag! Es ist Dein Geburtstag Liebster, der vierte in Indien und heute ist so vieles da, was vor drei Jahren noch nicht da war, als wir den ersten Geburtstag hier feierten: ein Haus, ein Kind, ein Alltag in der Fremde.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen einer Mutter
Die Frau, die ich einst war. Aus dem silbernen Notizbuch.

Die Frau, die ich einmal war gibt es nicht mehr. Beinahe mein gesamtes früheres Dasein ist verschwunden, wie der Kampfer, der während eines hinduistischen Gebets rückstandslos verbrennt.

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aus dem silbernen Notizbuch Notizen einer Mutter Notizen zu Frauen
Aus dem silbernen Notizbuch. Warum ich schreibe.

Ich führe Notizbücher: ein schwarzes, ein rotes, ein graues, ein braunes. Und manchmal auch ein silbernes. Dieses silberne Notizbuch fügt alles zusammen. Es ist inspiriert von Doris Lessings Goldenem Notizbuch. Das ist ein Roman und der handelt von einer Frau, die Notizbücher führt. Viele verschiedene Notizbücher führt sie. Und ganz zum Schluss des Romans eines, das golden ist.

Mein silbernes Notizbuch ist ein bisschen anders als die anderen Notizbücher. Ein bisschen essenzieller und näher am Kern. Es ist silbern wie der Mond, silbern wie das Segelschiff, von dem ich einst träumte, silbern wie die Kette meiner Mutter, die ich an meiner Hochzeit trug.